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Politischer Islam und Antisemitismus

In der letzten Zeit liest man verstärkt über antisemitische Haltungen oder Taten von Muslimen. In einer 2013 erschienen Studie, für die Muslime in Westeuropa befragt wurden, sagen 45 % der Befragten, dass man Juden nicht trauen kann. Zum Vergleich: In der Studie zeigen sich 9 % der christlichen Befragten als antisemitisch.[1] Die kleine jüdische Gemeinde in Malmö, Schweden, sinkt pro Jahr um 5 %. Der wachsende Antisemitismus in Malmö und die steigende Rate an Gewalttaten gegenüber Juden scheinen ein Hauptgrund zu sein.[2] Auch in Deutschland nimmt die Zahl antisemitischer Gewalttaten zu. 8 % der Juden in Deutschland gaben in einer Befragung an, dass Angehörige oder Bekannte in den letzten zwölf Monaten körperlich attackiert wurden; 36 % sprachen von verbalen Beleidigungen oder Belästigungen und 52 % von „versteckten Andeutungen“. „Besonders häufig wurden muslimische Personen als Täter angegeben: 48 Prozent der verdeckten Andeutungen, 62 Prozent der Beleidigungen und 81 Prozent der körperlichen Angriffe gingen nach dieser Einschätzung von muslimischen Personen aus.“[3] Diese beispielhafte Aufzählung ließe sich fortsetzen. Weithin bekannt sind z.B. auch die Zunahme antisemitischer Gewalttaten in Frankreich, die immer mehr französische Juden zum Auswandern bewegen, und die immer wiederkehrenden Verbrennungen von Israelfahnen durch Muslime in Europa, zum Teil begleitet von Rufen wie „Tod den Juden“.

Was hat es damit auf sich?

Die Journalistin Canan Topçu schreibt in einem Artikel des NDR, dass Antisemitismus unter Muslimen nicht im Islam begründet sei. „Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen; es gibt ihn in allen Schichten und Gruppen“, und: „Wer meint, der Anteil der Antisemiten sei bei Muslimen viel höher, der schiebt den Schwarzen Peter dieser Gruppe zu, verdrängt so den Antisemitismus in den eigenen Reihen und entlastet sich.“ (https://www.ndr.de/ndrkultur/sendungen/freitagsforum/Antisemitismus-Muslime-unter-Generalverdacht,topcuantisemitismus100.html).

Ist das wahr? Haben die durch Muslime verübten antisemitischen Gewalttaten, von denen wir immer mehr lesen, mit dem Islam nichts zu tun?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst die folgende Frage klären: Was ist „der Islam“?

Eine Antwort auf diese Frage zu finden ist eins der Ziele von CSPI (Center for the Study of Political Islam). Der Gründer von CSPI, Dr. Bill Warner, hat den Islam mehrere Jahre lang studiert und festgestellt: Der Islam ist keine Religion wie jede andere. Neben den religiösen Anteilen – den Instruktionen, wie gläubige Muslime sich im Privaten verhalten sollen, wie sie beten sollen etc. – enthält der Islam einen großen politischen Anteil. Hier hört der Islam auf, „nur“ Religion zu sein – der politische Teil des Islam geht uns alle an. 51 % der islamischen Doktrin handeln von den Nicht-Muslimen oder Ungläubigen („Kuffar“), und wie man als Muslim mit ihnen umgehen sollte.

Woran ist das festzumachen?

Die Inhalte des Islam befinden sich nicht nur im Koran. Tatsächlich besteht die islamische Doktrin aus dem Koran (Allahs Worten) und aus der Sunna, den Taten und Überlieferungen Mohammeds (bestehend aus Sira und Hadithen). Die Sunna macht dabei einen viel größeren Teil der islamischen Schriften aus als der Koran und hat einen hohen Grad an Verbindlichkeit: Im Koran steht an 91 Stellen, dass Muslime sich Mohammed zum Vorbild nehmen sollen.

Wenn wir wissen wollen, ob Antisemitismus etwas mit dem Islam zu tun hat, müssen wir uns also mit dem Koran und auch mit der Sunna, mit dem Leben Mohammeds, beschäftigen. Was finden wir da?

Juden werden in den islamischen Schriften an vielen Stellen erwähnt. Während der Zeit, in der Mohammed als Prophet in Mekka wirkte, werden Juden im Allgemeinen positiv erwähnt. Tatsächlich werden im mekkanischen Teil des Korans viele jüdische Persönlichkeiten erwähnt und sogar geehrt. In dieser Zeit predigte Mohammed die Religion des Islam dreizehn Jahre friedlich und brachte damit rund 150 Araber dazu, dem Islam zu folgen. In Medina jedoch änderte er seine Taktik – er wurde Politiker und Kriegsherr, und erst dadurch gewann der Islam großen Einfluss. In Medina änderte Mohammed auch seine Haltung zu Juden. Dort lebten zu dieser Zeit drei jüdische Stämme, die ungefähr die Hälfte der gesamten Stadtbevölkerung ausmachten. Als Mohammed nach Medina zog, behauptete er, dass er der letzte Prophet des abrahamischen Glaubens war. Die Juden in Medina akzeptierten Mohammed jedoch nicht als einen Erben ihrer Überlieferung. Mohammed änderte die Gebetsrichtung von Jerusalem zu Mekka, und der Koran füllte sich mit judenverachtenden und -feindlichen Versen. Vier Jahre später war kein freier Jude mehr in Medina übrig. Mohammed bekämpfte die ersten beiden Stämme, nahm all ihren Besitz und verbannte sie aus Medina. Das Schicksal des dritten und stärksten Stammes spricht für sich selbst: Etwa 800 Juden wurden hingerichtet, Frauen in die Sklaverei verkauft und Kinder von muslimischen Familien adoptiert.

Eine statistische Erfassung des antisemitischen Textanteils in den islamischen Hauptschriften zeigt folgendes Ergebnis (Quelle: Scharia für Nicht-Muslime, Bill Warner).

 

 

 

Die drei islamischen Haupttexte, Koran, Sira und Hadithen, auch Trilogie genannt, enthalten also tatsächlich mehr antisemitischen Textanteil als „Mein Kampf“.

In der Folge kam es in der Geschichte des Islam immer wieder zu Massakern an Juden. Z. B. wurden zwischen 1010 und 1013 Hunderte von Juden in den muslimischen Teilen Spaniens umgebracht. In Fez töteten Muslime 1033 mehr als 6.000 Juden, und bei den muslimischen Unruhen 1066 in Granada wurden ca. 4.000 Juden massakriert. Gewalttätige Vertreibungen geschahen z. B. 1016 in Kairouan, 1145 in Tunis und 1232 in Marrakesch.

Nach dieser Analyse können wir folgern: Es ist nicht korrekt, dass Antisemitismus nichts mit dem Islam zu tun hat. Antisemitische Gewalttaten unter Muslimen sind kein Zufallsprodukt, sondern gründen im politischen Islam selbst. Dies zeigt eine Analyse des Korans und vor allem des Lebens von Mohammed, der im Islam als perfektes Beispiel gilt.

Dies heißt nicht, dass alle Muslime judenfeindlich sind. Die Arbeit von CSPI dreht sich nicht um Muslime, sondern um den Islam – und zwar explizit um den politischen Teil des Islam. Dieser geht uns als „Kuffar“ nämlich alle an. Und dass der politische Islam explizit antisemitisch ist, ist ein Fakt.

Sanja M., CSPI Deutschland

CSPI ist eine Organisation, die Menschen überall auf der Welt miteinander verbindet. Wir sind eine internationale Gemeinschaft, die sich gemeinsam das langfristige Ziel gesetzt hat, fundiertes Wissen über den politischen Islam und über seine Auswirkungen auf unsere Geschichte in einer leicht verständlichen Weise zur Verfügung zu stellen.

Wir stehen für eine Denkweise, die frei von extremen Herangehensweisen ist.

Der Grundstein unserer Arbeit wurde vom amerikanischen Professor Dr. Bill Warner gelegt. Er ist der Vorsitzende der CSPI-Organisation sowie promovierter Physiker und Mathematiker. Bill Warner hegte schon immer ein Interesse für Religionen und ihre historischen Auswirkungen. Am Tag nach dem 11. September entschied er sich, die Quelltexte des Islams für jeden bereit zu stellen.



[1] https://www.wzb.eu/de/pressemitteilung/islamischer-religioeser-fundamentalismus-ist-weit-verbreitet

[2] http://www.haaretz.com/jewish-world/jews-reluctantly-abandon-swedish-city-amid-growing-anti-semitism-1.301276

[3] https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article168438940/Wenn-die-Hisbollah-in-Statistiken-als-rechtsextrem-auftaucht.html

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